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Solar-Glossar

Kurze, verständliche Erklärungen der Begriffe rund um Solarenergie, Akkus und die Umrüstung von E-Fahrzeugen.

Solarkraftwerk (GES)

Eine Anlage, die Sonnenlicht mit Photovoltaikmodulen in Strom umwandelt. Auf Türkisch heißt sie GES; auf dem Dach spricht man von einer Aufdachanlage, auf dem Boden von einer Freiflächenanlage.

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Photovoltaik (PV)

Die direkte Umwandlung von Licht in elektrischen Strom in Halbleiterzellen. Solarmodule bestehen aus solchen Zellen und erzeugen Gleichstrom (DC).

STC (Standard-Testbedingungen)

1000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur und ein Lichtspektrum von AM 1,5. Leistung und elektrische Werte auf dem Modulschild werden unter diesen Bedingungen gemessen; der reale Ertrag hängt von Temperatur und Einstrahlung ab.

Wp / kWp (Spitzenleistung)

Watt-Peak: die Spitzenleistung eines Moduls unter Standard-Testbedingungen (STC). 1 kWp = 1000 Wp; zehn Module mit je 540 Wp ergeben zum Beispiel 5,4 kWp installierte Leistung. Die Anlagengröße wird in kWp angegeben.

kWh und kW

kWh (Kilowattstunde) ist eine Energiemenge: Ein Gerät mit 1 kW Leistung verbraucht in einer Stunde 1 kWh. Stromrechnung und Akkukapazität werden in kWh angegeben, die momentan bezogene Leistung in kW.

Monokristallines Modul

Ein Modul aus Zellen aus einkristallinem Silizium. Es hat einen höheren Wirkungsgrad als polykristalline Module und liefert mehr Leistung pro Fläche. Die meisten heute verkauften Module sind monokristallin.

TOPCon-Zelle

Tunnel Oxide Passivated Contact: eine Zelltechnologie für n-Typ-Silizium, die mit einer dünnen Oxid- und Polysiliziumschicht auf der Rückseite Verluste verringert. Sie zielt auf einen höheren Wirkungsgrad und geringere Wärmeverluste als PERC-Zellen.

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PERC-Zelle

Passivated Emitter and Rear Cell: eine verbreitete p-Typ-Zelltechnologie, die den Wirkungsgrad mit einer Passivierungsschicht auf der Zellrückseite erhöht.

Halbzellen (half-cut)

Ein Moduldesign, bei dem die Zellen halbiert und dann verschaltet werden. Durch jede Hälfte fließt weniger Strom, dadurch sinken die Widerstandsverluste und Teilverschattung wirkt sich weniger aus.

Wechselrichter

Ein Gerät, das den von den Modulen erzeugten Gleichstrom (DC) in den im Haus und im Netz genutzten 230-V-Wechselstrom (AC) umwandelt. Es gibt netzgekoppelte, Insel- und Hybrid-Wechselrichter.

Netzgekoppelte Anlage (on-grid)

Eine Anlage am Stromnetz: Der Strom wird zuerst im Gebäude verbraucht, der Überschuss geht ins Netz. Aus Sicherheitsgründen schaltet sie sich bei einem Stromausfall automatisch ab.

Inselanlage (off-grid)

Eine Anlage ohne Netzanschluss: Sie erzeugt und speichert ihren Strom mit Modulen, Akku und Wechselrichter. Sie wird in Gartenhäusern, Wohnmobilen, auf Feldern und überall dort eingesetzt, wo kein Netz hinreicht.

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Hybridanlage

Eine netzgekoppelte Anlage, die zusätzlich einen Akku nutzt. Sie speichert den Tagesertrag für den Abend und versorgt bei einem Stromausfall die bei der Planung ausgewählten Verbraucher weiter aus dem Akku.

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MPPT (Maximum Power Point Tracking)

Ein Regelverfahren, das laufend den Spannungs-Strom-Punkt sucht, an dem das Modul bei aktuellem Licht und aktueller Temperatur die meiste Leistung liefert. Es steckt in Ladereglern und Wechselrichtern.

BOOST-MPPT-Laderegler

Ein MPPT-Laderegler, der die Modulspannung über die Akkuspannung anhebt, um zu laden. So können Module mit niedrigerer Spannung Akkupacks von 24–72 V laden, etwa die Akkus von Elektrofahrzeugen.

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LiFePO₄-Akku (Lithium-Eisenphosphat)

Ein Lithium-Akku mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie. Wegen seiner hohen Zyklenfestigkeit, großen nutzbaren Kapazität und thermischen Stabilität ist er in Solarspeichern und Elektrofahrzeugen verbreitet.

72-V-LiFePO₄-Traktionsakku →

Gel- und AGM-Akkus

Wartungsfreie Bleiakku-Varianten: Der Elektrolyt ist in einem Gel gebunden (Gel) oder in Glasfaservlies aufgesaugt (AGM). Sie sind in der Anschaffung günstiger, doch Tiefentladungen verkürzen ihre Lebensdauer und die nutzbare Kapazität ist geringer als bei Lithium.

DoD (Entladetiefe)

Wie viel der Akkukapazität genutzt wird. 80 % DoD bedeutet zum Beispiel, dass 80 % der Kapazität entnommen wurden. Je höher die zulässige Entladetiefe, desto größer die nutzbare Kapazität.

BMS (Batteriemanagementsystem)

Eine Elektronik, die Spannung, Strom und Temperatur der Lithiumzellen überwacht, vor Überladung, Tiefentladung und Kurzschluss schützt und die Zellen ausgleicht.

Zyklenlebensdauer

Wie viele volle Lade-Entlade-Zyklen ein Akku durchlaufen kann, meist gezählt, bis die Kapazität auf einen festgelegten Anteil sinkt. Der Wert hängt von Entladetiefe und Temperatur ab und steht im Produktdatenblatt.

Saldierung (mahsuplaşma)

Abrechnung, bei der eingespeister und bezogener Strom innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums gegeneinander verrechnet werden. Welcher Zeitraum gilt (zum Beispiel monatlich oder stündlich), hängt vom Anschlusstyp und den aktuellen Vorschriften in der Türkei ab.

Lizenzfreie Stromerzeugung

Eine Erzeugungsanlage ohne Erzeugungslizenz, die vor allem den Eigenverbrauch decken soll. Leistungsgrenzen, Antrag und Netzanschluss regeln die einschlägige Verordnung und der Verteilnetzbetreiber.

Eigenverbrauch

Der Anteil des Solarstroms, der im Moment der Erzeugung im Gebäude genutzt statt ins Netz eingespeist wird. Je höher die Eigenverbrauchsquote, desto größer die Ersparnis; tagsüber laufende Geräte und ein Akku erhöhen sie.

Degradation

Der langsame Rückgang des Modulwirkungsgrads über die Jahre. Hersteller geben im Datenblatt die jährliche Verlustrate und die am Ende der Garantie noch zugesicherte Leistung an.

Spezifischer Ertrag (kWh/kWp)

Die Energie, die 1 kWp installierte Leistung in einem Jahr erzeugt. Sie hängt von der Sonneneinstrahlung vor Ort sowie Ausrichtung und Neigung der Module ab; in sonnigen Regionen wie Antalya ist sie hoch und bildet die Grundlage der Einsparungsrechnung.

Einsparungsrechner →

Performance Ratio (PR)

Das Verhältnis des tatsächlichen Ertrags zur Energie, die die Anlage bei gleicher Einstrahlung theoretisch erzeugen könnte. Es fasst Temperatur-, Kabel-, Wechselrichter- und Verschmutzungsverluste in einer Zahl zusammen und zeigt im Monitoring den Zustand der Anlage.

MC4-Stecker

Der genormte, verriegelbare Stecker-Buchse-Verbinder für DC-Verbindungen zwischen Modulen sowie zwischen Modul und Gerät. Für eine sichere Verbindung muss er mit dem passenden Werkzeug gecrimpt werden.

String (Modulstrang)

Eine Gruppe in Reihe geschalteter Module. In Reihe addieren sich die Spannungen, deshalb richtet sich die Modulanzahl eines Strings nach dem Eingangsspannungsbereich des Wechselrichters oder Ladereglers.

Voc und Isc

Leerlaufspannung (Voc) und Kurzschlussstrom (Isc): die Grenzwerte eines Moduls unter Standard-Testbedingungen. Bei der String-Planung darf die bei Kälte steigende Voc die maximale Eingangsspannung des Geräts nicht überschreiten.

Verschattung und Reihenabstand

Ein Schatten auf einem Modul kann den gesamten String beeinträchtigen, nicht nur dieses Modul. Bei Freiflächenanlagen wird der Reihenabstand nach dem Sonnenstand zur Wintersonnenwende berechnet, damit sich die Reihen nicht gegenseitig verschatten.

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Amortisationszeit

Die Zeit, bis die Einsparungen der Anlage die Investition zurückverdient haben. Sie hängt von Verbrauch, Strompreis, Region und Anlagenkosten ab; der Rechner schätzt sie mit einer Langzeitprojektion.

Einsparungsrechner →

EPC (schlüsselfertig)

Engineering, Procurement, Construction: ein schlüsselfertiges Projektmodell, bei dem ein Unternehmen Planung, Beschaffung und Montage übernimmt.

O&M (Betrieb und Wartung)

Operation & Maintenance: Überwachung, regelmäßige Prüfung, Reinigung und Störungsbehebung der Anlage nach der Installation.

Wartung und Monitoring →

Nabenmotor

Ein in die Radnabe eingebauter Elektromotor, verbreitet bei E-Bikes, Rollern und Dreirädern. Die Akkuspannung des Fahrzeugs (zum Beispiel 48, 60 oder 72 V) muss zum Motorcontroller passen.

Solar-Sets für Dreiräder →

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Wir erklären die Begriffe gern anhand Ihrer eigenen Anlage.

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